musikfeste

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In welchem Rahmen finden unsere Musikfeste statt?

Unsere Musikfeste "Klingende Herbstparade" werden im Rahmen des "Rendsburger Herbstes" durchgeführt, also mitten in einem der größten norddeutschen Stadtfeste, das bis zu 200.000 Besucher über 4 Tage zählt. Die dazugehörige Festmeile in der Rendsburger Innenstadt ist ringförmig und fast frei vom Straßenverkehr. Sie führt von der Fußgängerzone aus am Altstädter Markt und Theatervorplatz vorbei, über den historischen Paradeplatz zum Stadtseegelände und weiter über den Schiffbrücken- und Schloßplatz zum Obereiderhafen. 

Auf sechs Festplätzen mit Bühnen wird für ein vielseitiges Programm zwischen etwa 11:00 und 0:00 Uhr gesorgt. Außerdem werden im Theater, im Kulturzentrum, in der Christkirche und ähnlichen öffentlichen Einrichtungen Programm-Leckerbissen angeboten. Im Stadtseegelände zeigen sich rund 50 Vereine und Verbände von ihrer besten Seite, während im Obereiderhafen das LTG 63 für ein buntes Programm sorgt.

Ein Jahrmarkt bzw. eine Kirmes darf natürlich bei so einem Fest auch nicht fehlen. Ihn bzw. sie findet man auf dem Paradeplatz. Und natürlich spielen auf allen Bühnen an den Abenden unterschiedliche Bands.  Auch der Power Tower sorgt für ausgelassene Stimmung.

Es sollte jedem klar sein, dass unsere Klingende Herbstparade nur ein Programmpunkt von vielen sein kann; aber da wir uns hier auf den Seiten des Musikkorps Rendsburg befinden, welches diesen Programmpunkt organisiert und durchführt, ist sie hier auch als Nummer 1 anzusehen. Andere  Programmpunkte des Stadtfestes finden Sie unter

Rendsburger Herbst

Allgemeines zur Klingenden Herbstparade

Wo findet sie statt?
Die Klingende Herbstparade wird immer am Samstag Nachmittag mitten im Geschehen durchgeführt, nachdem die Musikzüge in einer Parade durch die Festmeile, und damit mitten durch das Gewühl, gezogen sind. Die Besucher können danach am Schiffbrückenplatz beim Stadtfestbummel einfach stehen bleiben (woanders nimmt man Eintritt dafür),  und sich das musikalische Treiben von ehrenamtlich tätigen Musikvereinen ansehen und anhören.

Wer ist dabei?
Die meisten Konzerte auf dem Festplatz  werden von Kinder- und Jugendmusikvereinen dargeboten,  und in der Regel sind als besonderer Leckerbissen auch ganz besondere Musikvereine dabei, die neben toller Musik auch das Showmarschieren beherrschen, oder nur kleine Showeinlagen bringen.

Organisation
Das Musikkorps Rendsburg hat für die Organisation der Klingenden Herbstparade seit dem Jahr 2000 ein 10-  bis 20-köpfiges Organisationsteam gebildet, das jeden Monat zusammensitzt, um alle Aufgaben ordnungsgemäß zu verteilen und alles notwendige zu veranlassen, damit die Veranstaltung gelingen kann. Während der Klingenden Herbstparade werden mindesten 40 und bis zu 100 Helfer ohne Gegenleistung für den reibungslosen Ablauf sorgen.  Darüber hinaus sind ca. 10 - 20 Personen während des Rendsburger Herbstes rund um die Uhr im Einsatz, um die Züge Tag und Nacht zu betreuen.

Unterstützende Organisationen
Wir danken an dieser Stelle nochmals allen Helfern, zu denen im letzten Jahr auch die Sydslesvig Forening (SSF) und die Nederlandse Vereniging gehörten. Die Jugendfeuerwehr Büdelsdorf und die Eiderkaserne sind auch dieses Jahr wieder im Boot. Ohne die Unterstützung von außen würde die Klingende Herbstparade nicht funktionieren.  Die finanzielle Basis (z. B. Gemagebühren, Beschallungsanlagen etc.) deckt bei der Veranstaltung das RD-Marketing ab.

Organisation und Risiken
Das Programm der Klingenden Herbstparade kann im Vorweg leider immer nur grob festgelegt werden. Die Veranstaltung wird ja ohne Verträge und Gewinne durchgeführt. Unsere bezahlen Ihre Anreise- und Verpflegungskosten aus eigener Tasche. Solche Ausgaben sind für Vereine nicht gerade leicht zu bewältigen, und daher müssen wir als Gastgeber immer abwarten, was die interessierten Musikzüge auf ihren Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen beschließen werden.

So eine Veranstaltung ist von den eingeladenen Gästen und vielen anderen Aspekten abhängig, und bis zum Ende der Veranstaltung bleibt der eigentliche Ablauf immer zumindest ein bisschen ungewiß. Es kommt meistens sogar während der Veranstaltung noch zu Ausfällen, die aufgefangen werden müssen. Um eine gewisse Größe der Veranstaltung zu erreichen, werden regelmäßig 50 Einladungen versandt.  Und je nachdem, wie viele Anmeldungen eingehen, noch ein mal die gleiche Anzahl nach Ablauf der Meldefrist. Wie viele Musikzüge sich letztendlich anmelden, bleibt jedes Jahr abzuwarten. Es können unter 10 Vereine aber genau so gut auch 30 sein.

Das Programm 2003:
Donnerstag, d. 28.08.2003   ab 18 Uhr
 Fünf Musikzüge trafen sich für ein musikalisches Stelldichein
 
Donnerstag, d. 28.08.2003 gegen 20 Uhr
 Finale am Theatervorplatz
 
Samstag, d. 30.08.2003 13:00 Uhr
 Dirigentenbesprechung im Infozelt Klingende Herbstparade
 
Samstag, d. 30.08.2003 13:30 Uhr
 Platzkonzert und Aufstellung der 550 Teilnehmer im Stadtseegelände am Infozelt zur Parade 
 
Samstag, d. 30.08.2003  13:50 Uhr
 Parade durch die Festmeile Rendsburger Herbst
 
Samstag, d. 30.08.2003 14:15 Uhr
 Einmarsch der Parade auf dem Schiffbrückenplatz,
Grußworte 1. Vorsitzender, Hans-Jürgen Klink
Eröffnung durch den Schirmherren, Bürgermeister A. Breitner
Grußwort des Kreisvorsitzenden des MVSH, Thorsten Manthey
Grußwort des DBV-  und SVSH-Präsidenten Wolfgang Ziesmann
 
Samstag, d. 30.08.2003 ab 14:30 Uhr  
Musik & Show der 14 Musikzüge auf dem Schiffbrückenplatz

Samstag, d. 30.08.2003  18:30 Uhr
 Ende der Veranstaltung und Abschlussparade der Teilnehmer durch die Festmeile des Rendsburger Herbstes zum Stadtseegelände
 
Das Fanfaren- und Majorettencorps Ronnenberg musste aufgrund eines Verkehrsunfalles seine Teilnahme kurzfristig absagen. Der Musikzug Blau-Weiß Wesselburen stand am Treffpunkt; aber der bestellte Bus kam nicht heran.

Das Musikkorps Rendsburg

dankt allen Beteiligten Akteuren für ein schönes Musikfest

Wir organisierten in einer
Gemeinschaftsaktion mit dem
RD-Marketing

als Veranstalter des

29. Rendsburger Herbst vom 28.-31.08.2003

den Schnupperabend am 28. August 2003
von 18:00 - 20:00 Uhr in der Fußgängerzone
musikalischer Auftakt zum Stadtfest mit den Musikvereinen

Nortorfer Spielergarde, Schleswiger Spielmannszug , Drums & Pipes Eckernförde, Spielergarde Nygemünster, Musikkorps Rendsburg e. V.

und die

4. Klingende Herbstparade
mit vierzehn Musikzügen
Jugend Spielmanns- und Fanfarenzug Quickborn , Schalmeienorchester "Rathenower Optis", Fanfarenzug der Feuerwehr Salzgitter, Engelholm Marchingband Schweden, Fanfarencorps Nortorf b. Wilster, Spielmannszug Werder/Havel, Schleswiger Spielmannszug, Drums & Pipes Eckernförde, Spielergarde Nygemünster, Showband SV Kronsburg, Schalmeienorchester Kiel, Itzehoer Spielmannszug, Nortorfer Spielergarde und das Musikkorps Rendsburg von 1988 e. V.

am Sonnabend, d. 30. August 2003
von 14:15 - 18:30 Uhr
auf dem Schiffbrückenplatz in Rendsburg

Schirmherr der 4. Klingenden Herbstparade war
Bürgermeister Andreas Breitner
 Stadt Rendsburg

Die Durchführung der Veranstaltung wurde unterstützt von der Eiderkaserne und der Jugendfeuerwehr Büdelsdorf. Moderiert haben Karl Meier und Sandra Folkers. Verantwortlich für Organisation und Durchführung waren Hans-Jürgen und Christina Klink

Grußworte des Schirmherren, Bürgermeister Andreas Breitner

Am Samstag, den 30. August 2003 findet auf dem Schiffbrückenplatz die 4. Klingende Herbstparade im Rahmen des diesjährigen Rendsburger Herbstes statt. Die Parade startet im Stadtseegelände. Sie wird ihren Verlauf über die Festmeile Rendsburger Herbst nehmen und mit Einzeldarbietungen der Musikzüge auf dem Schiffbrückenplatz enden. Ich freue mich, erstmals die Schirmherrschaft der Klingenden Herbstparade zu übernehmen.

Herzlich willkommen heiße ich alle Musikerinnen und Musiker, aber auch die zahlreichen Gäste im Namen der Stadt Rendsburg. Das Musikkorps Rendsburg lädt zu einem kulturellen Nachmittag ein, an dem sich wieder zahlreiche Musikzüge aus dem Bundesgebiet und dem Ausland, darunter mehrere Showformationen, präsentieren werden. Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden Sie mit ihrem Programm durch die "Welt" der Musik führen.

Dem Verein Musikkorps Rendsburg e. V., allen Aktiven und Gästen, sowie den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern wünsche ich gutes Gelingen, erlebnisreiche und unterhaltsame Stunden in Rendsburg.

gez. Andreas Breitner
Bürgermeister der Stadt Rendsburg

Grußworte Hans-Jürgen und Christina Klink

für das Musikkorps Rendsburg

Grußworte Hans-Jürgen und Christina Klink

                                   
für das Musikkorps Rendsburg e. V.

Als der Förderkreis Rendsburg e. V. uns im Jahr 2000 darum bat, ein Musikfest auf dem Rendsburger Herbst durchzuführen, hätten wir uns nicht träumen lassen, dass das Musikkorps Rendsburg die Klingende Herbstparade zu einer Großveranstaltung heranwachsen lassen würde. Wir dachten damals an ein kleines Musikfest mit befreundeten Vereinen aus dem Umland und einzelnen auswärtigen Musikzügen. So waren im ersten Jahr auch nur acht Musikzüge dabei; aber auf Drängen des Vorsitzenden des Arbeitskreis Rendsburger Herbst wuchs das Musikfest, und im folgenden Jahr meldete sich schon die doppelte Anzahl Teilnehmer bei uns an.

Ebenfalls auf Wunsch des Förderkreis Rendsburg e. V. führten wir im Jahr 2002 neben der Klingenden Herbstparade die 1. interntional offene Norddeutsche Meisterschaft durch. Einundzwanzig Musikzüge aus dem Bundesgebiet, Dänemark und Schweden folgten unserer Einladung mit rund 750 Musikern am Samstag und 500 Musikern am Sonntag der Veranstaltung. Heide Simonis, die Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-Holstein übernahm für diese Großveranstaltung die Schirmherrschaft.

Bis an die Grenze der Belastbarkeit arbeiteten unsere Mitglieder und zeitweise über 100 Helfer vor und hinter den Kulissen für diesen Anlass. Die Veranstaltung gelang mit Bravour; denn es gab fast ausschließlich Positivkritiken. Das Musikfest erzielte nicht nur regionale sondern auch bundesweite und sogar internationale Anerkennung. Denn während wir in den Jahren zuvor noch Probleme hatten Vereine zu gewinnen, gehen heute Bewerbungen von Musikzügen bei uns ein.

Am 30. August präsentieren wir Ihnen nun die 4. Klingende Herbstparade. Sechzehn Musikzüge aus Schweden, Niedersachsen, Brandenburg und ganz Schleswig-Holstein werden sich zum Rendsburger Herbst 2003 ein musikalisches Stelldichein auf dem Schiffbrückenplatz geben. Der größte darunter ist die Engelholm Marchingband mit 55 Musikern, die davon träumen in naher Zukunft an der Weltmeisterschaft in Orlando teilzunehmen. Recht vielversprechend sind auch andere Teilnehmer, die uns von Meisterschaften oder internationalen Wettstreiten bereits bekannt sind, darunter einige Showformationen. Ein paar der Vereine kommen zum 2., 3. oder gar 4. mal nach Rendsburg, während andere zum ersten Mal dabei sind.

Mit der aufwendigen Organisation und Durchführung der Veranstaltung verfolgt das Musikkorps Rendsburg mehrere Ziele: Wir möchten Nachwuchs gewinnen, Kontakte zu ähnlich gearteten Vereinen knüpfen und pflegen, und wir möchten erreichen, dass das rendsburger Publikum dem Spielleutebereich, zu dem sich das Musikkorps Rendsburg zählt, positiver gegenüber steht.

Es sind ständig wechselnde Kinder und Jugendliche am Werk, die einem sinnvollen Hobby nachgehen, das ihnen einiges an Leistung abverlangt. Wenn die Musik eines Vereines unserer Art gut klingt, dann haben die meisten Musiker bereits zwei Jahre hart dafür trainiert, um die Notenlehre, das Instrument, die Ansatz- und Atemtechnik zu beherrschen und mit dem Marschieren in Einklang zu bringen.

Schauen Sie am 30. August ab 14 Uhr auf dem Schiffbrückenplatz vorbei. Die Mitglieder des Musikkorps Rendsburg werden keine Mühen scheuen, um Ihnen ein paar schöne Stunden auf dem Rendsburger Herbst zu schenken. Der Eintritt ist frei, und wir bitten nur um eine sehr kleine Gegenleistung:

"Spenden Sie den kleinen und großen Musikanten einen kräftigen Applaus!"

Dann werden wir auch in Zukunft gerne für einen reizvollen Programmpunkt sorgen, und dann werden noch viele Musikvereine nach Rendsburg kommen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Jürgen und Christina Klink
1. Vorsitzender und musik. Leiterin
des Musikkorps Rendsburg von 1988 e. V.

Bericht über die 4. Klingende Herbstparade am 30. August 2003

Der Rendsburger Herbst begann für uns nach fast einem Jahr Organisation am Mittwoch, den 27.08.2003. Gegen 18:00 Uhr trafen wir uns im Stadtseegelände, um das Infozelt Klingend Herbstparade für das RD-Marketing aufzubauen, zu schmücken und und dort unsere Generalprobe durchzuführen. Überschattet wurde das durch den Platzwart, der uns aufforderte das Zelt woanders hinzustellen. Wir sollten auf einen Platz wechseln, der viel zu klein war, oder einen anderen Platz nutzen, der vom Standort aus nicht einsehbar war. Unsere Musiker standen etwas planlos herum, während Tina und Hansi um den Platz kämpften. Immerhin brauchten wir Platz für fast 600 Musiker. Das Blatt wendete sich nach längerer Diskussione zum Guten, und wir konnten endlich weiter aufbauen und proben. Die Generalprobe fiel aber durch die Störung nur noch kurz aus; denn Tina und Hansi mussten zur Abschlussbesprechung Rendsburger Herbst.

Am Donnerstag, den 28.08.2003 hatten wir ab 14 Uhr damit zu tun Zelte zu schmücken und Pavillone aufzustellen. Dummerweise hatten unsere Jungs es zu eilig. Sie schmissen mehrere Pavillongestänge auf einen Haufen. Bis in den späten Abend tüftelten dann einige Mitglieder, um drei von unseren fünf Pavillonen zum Stehen zu bekommen. Die Wetterprognosen für das Wochenende sahen ja nicht rosig aus.

Unterbrechen mussten wir die Arbeit, um den Familienschnupperabend in der Innenstadt von 18:00 - 20:00 Uhr durchzuziehen, gemeinsam mit den Drums & Pipes Eckernförde, der Spielergarde Nygemünster, dem Schleswiger Spielmannszug und der Nortorfer Spielergarde. Das Wetter war leider nicht so toll und die Stadt war nur schlecht besucht. Aber wir zogen das Programm wie geplant durch. Spielleute halten sich an das, was abgemacht ist. 

Am Freitag Vormittag wurden Info- und Kaffeezelte fertig gemacht und besetzt. Kaum fertig, mussten Tina und Hansi zur VIP-Veranstaltung und Rendsburger-Herbsteröffnung. Danach hieß es für alle Aktiven "Schule herrichten"; denn die ersten Gäste waren zu um 17:00 Uhr angemeldet. Es waren die Schweden aus Engelholm, die mit 55 Personen anrückten. Die Verständigung war zwar schwierig; aber mit einer Mischung aus englisch, dänisch, schwedisch und deutsch kamen sie und Tina relativ gut über das Wochenende. Besonders anstrengend war es, mit den Schweden über die Festmeile zu gehen; denn der Musik auf den Plätzen kann man auf dem Rendsburger Herbst fast nirgendwo entgehen.

Gegen 23 Uhr reisten die Rathenower Optis und der Spielmannszug Werder/Havel an. Sie richteten sich in aller Ruhe ein, und dann hatte man sich viel zu erzählen. Es wurde eine lange Nacht für die Betreuer. Anja und Tina kamen erst um 4:45 Uhr zu Bett, Rainer etwas früher. Allerdings  bekam man nicht mal das kurze Weilchen Schlaf bis 7 Uhr.  Es fehlte die nötige Ruhe. Die Nachtwachen schliefen hinter einer Trennwand auf dem Flur. Irgend jemand legte sich ein Stück weiter zum Schlafen, weil in der Klasse geschnarcht wurde. Die Geräusche, die seine Matratze von sich gab, ließen keinen Schlaf zu. Außerdem war es lausig kalt und der in der Nacht getrunkene Kaffee sorgte dafür, dass man noch ein paar mal laufen musste. Ab 6:00 Uhr kam schon wieder Leben in die Bude. Die Kinder und Jugendlichen standen auf, und leider kannten sie weder Rücksicht noch Türgriffe. Aus war es mit der Nachtruhe: Aufstehen war angesagt.


Eine halbe Stunde vor Frühstückszeit (8 Uhr) bemerkten wir, dass sich die Engelholm Marchingband gar nicht rührte, obwohl die anderen Musiker durch die Halle tobten und in den Duschen Krach machten. Wir gingen rüber und sahen, dass die gesamte Truppe wie tot auf ihren Matratzen lag. Anja und Tina stellten sich oben hin und versuchten auf sanfte Tour jemanden zu wecken, der die anderen weckt. Das klappte nicht, und so unterhielten sich die beiden laut und lachten über die teilweise merkwürdige Haltung der Schlafenden.  Aber auch das half nichts. Als dritten Weckversuch pfiff Tina laut auf den Fingern. Sie erntete nur zwei bis drei müde Blicke gefolgt von "Decke über den Kopf ziehen".  


Ohje, die Gäste mussten doch hoch -  was nun? Da kam Tina eine Idee: "Werder/Havel war schon am Musizieren!" Flugs liefen Anja und Tina rüber und fragten, ob die Spielleute nicht den Weckdienst übernehmen wollten.  Na ja, der Leiter, unser Rolf, ist kein Kostverächter, und so marschierte Werder/Havel mit "La Le Lu" auf Querflöte, Lyra und Schlagwerk durch die Halle. So schnell haben wir noch keine Gruppe von den Matratzen hüpfen sehen. Kurz darauf konnte es endlich losgehen. Durch das frühe Erwachen hing der Magen ja schon in den Kniekehlen.  Werder/Havel marschierte mit Musik vorweg zum Speisesaal, der Rest folgte nach und nach.


Nach dem Frühstück probten die Gäste auf dem Schulhof für ihre Präsentationen auf dem Schiffbrückenplatz. Unsere Freunde aus Salzgitter kamen gegen 11 Uhr dazu. Und nach dem Mittagessen gegen 12:30/13:00 Uhr reisten auch die restlichen Tagesgäste an.  Sie wurden als erstes mit Regen begrüßt. 

 


Der Musikzug Wesselburen erschien leider nicht. Wie wir später erfuhren, erschien das bestellte Busunternehmen nicht am Treffpunkt. Das Fanfaren- und Majoretten Corps Ronnenberg hatte bereits am Donnerstag wegen eines Verkehrsunfalls abgesagt.

 

 

Unser Platz und das Infozelt war mit den angereisten 550 Gästen und zusätzlich Publikum wuselig voll.  Es war ein Kraftakt die geplante Dirigentenbesprechung bei Kaffee, Sekt und Sprudel durchzuführen. Aber irgendwie klappte es, man ist ja flexibel. 


Vor dem Zelt gab es ab 13:30 Uhr wie geplant ein Platzkonzert.  Das wurde allerdings von einer Wasserpumpe des Technischen Hilswerk gestört, das auf unserem Platz eigentlich gar nichts zu suchen hatte.  Aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Schwierig war es dagegen die Parade auf den Weg zu bringen. Während Hansi mit einem Helferteam zum Aufbau des Schiffbrückenplatzes rüberlief, hatte Tina alle Hände voll zu tun, die Zugbetreuer an die Musikzüge zu bringen, damit die Parade pünktlich um 13:50 Uhr starten konnte. Eigentlich war eine Reihenfolge geplant; aber die konnte nicht mehr eingehalten werden. Und so forderte Tina immer die zwei am nächsten stehenden Musikzüge auf loszumarschieren.  Sylvia erhielt den Auftrag, die durcheinander geratene Reihenfolge am Festplatz mitzuteilen, damit die Teilnehmer beim Einmarsch richtig auch richtig angesagt werden. Als Tina mit der Engelholm Marchingband durch die Unterführung an der weißen Brücke auf den Jungfernstieg kam, musste sie feststellen, dass ein paar unserer Zugbegleiter den Weg über den Paradeplatz genommen hatten. So kam es, das einige Musikzüge aufeinander prallten. Alle drei hatten kräftig Wumm am Schlagzeug drauf.  Meine Güte, war das ein Spektakel.


Die nächste Behinderung folgte auf dem Fuße. Im Jungfernstieg musste man sich an Warenständern vorbeischlängeln, um kurz darauf festzustellen, dass der Zugang zum Theatervorplatz völlig verbaut war. Ein paar der Paradeteilnehmer bahnten sich trotzdem einen Weg durch das Publikum, während andere den Weg über die Treppen und das Gelände des Theaters wählten. Man konnte ja weder kehrt machen, noch den Umweg über die Tangente nehmen.  Dabei ernteten sie natürlich böse Blicke und auch Schimpfen. Auf der Bühne hatte nämlich gerade das Programm der Niederdeutschen Bühne begonnen. Sowohl die Niederdeutsche Bühne als auch die Musiker fühlten sich gestört. Es ist übel, wenn zwei Programmpunkte des Rendsburger Herbstes voll aufeinander treffen und sich gegenseitig behindern.
 
Entsprechende Kritiken gab es in der darauffolgenden Woche in der Presse, wobei diese sich einseitig gegen unsere Parade wendete. Dabei wäre es doch wesentlich einfacher auf der Bühne eigene Leute zu unterbrechen, als von 14 jugendlichen Musikzugbetreuern zu erwarten, dass sie ihren 25 - 50 hinter sich marschierenden Gästen während der Parade das Musizieren verbieten. Natürlich ist es Sünde und auch ärgerlich für Darsteller und Publikum, wenn plötzlich 14 Musikzüge mit Musik in ein Theaterstück platzen; aber verhindern können das nur die Programmplaner, indem während dem ca. 10-minütigen Vorbeimarsch kein Programm auf der Bühne angesetzt wird bzw. nur ein kleines Programm, dass ohne Aufwand schnell unterbrochen werden kann, oder indem man der Parade einen anderen Weg zuweist.


Am Schiffbrückenplatz war zwischenzeitlich der Bär los, es gab dort trotz unzähliger Absprachen keine Beschallung. Dann wurde nur ein Lichttechniker geschickt. Die einmarschierenden Musikzüge mussten spontan über den Schlossplatz in die Pankookenstraat umgeleitet und gestoppt werden. Aber nach einigem Stress für Hansi ging es voran und wir konnten mit etwas Verspätung, die uns am Ende noch viel Ärger bereiten sollte, das Programm auf dem Schiffbrückenplatz beginnen.


Der Vorsitzende des Musikkorps Rendsburg, Hans-Jürgen Klink, begrüßte die Musiker und übergab das Mikro an den Schirmherren Bürgermeister Andreas Breitner. Dieser eröffnete die Klingende Herbstparade und sprach sogar ein bisschen schwedisch dabei. Thorsten Manthey vom Musikerverband Schleswig-Holstein und Wolfgang Ziesmann vom Deutschen Bundesverband und von der Spielmannsvereinigung Schleswig-Holstein hielten ein kurzes Grußwort, und danach konnten endlich die Musik- und Showdarbietungen auf dem Schiffbrückenplatz beginnen.

Es waren tolle Darbietungen, die gezeigt wurden. Neben Standkonzerten der Vereine, zeigten die Schweden, die Showband Kronsburg, das Fanfaren Corps Nortorf Wilster tolle Showvorführungen. Die Itzehoer Spielleute tanzten bei ihrer Präsentation den Cancan, und die Nortorfer Spielergarde zeigte auf der Klingenden Herbstparade erstmalig ihren Showlauf . 

Trotz des wankelmütigen Wetters blieb das Publikum stehen und spannte bei Regenschauern den Schirm auf. Im Gewühl entdeckten wir u. a. auch Vorstandsmitglieder des Landesmusikverbandes Sachsen-Anhalt, Herr Henke und Steffen Kilian sowie den Geschäftsführer der SVSH, Bernd Stracke mit seiner Frau. Der Besuch war nicht angekündigt, aber wir haben uns umso mehr über ihn gefreut; denn schon im letzten Jahr war der Verband in Rendsburg dabei. Eine nette Überraschung, hätten wir davon gewusst, hätten wir auch um ein Grußwort aus Sachsen-Anhalt gebeten.

Moderiert wurde das Festplatz-Programm in gewohnt gekonnter Weise von Karl Meier, der sich schon seit dem Jahr 2000 dafür zur Verfügung stellte. Leider musste er sich gegen 16:00 Uhr verabschieden; aber für ihn sprang  - sozusagen aus eigenen Reihen - Ersatz ein. Sandra Folkers, eine ehemalige Spielerin von uns, ergriff die Initiative und moderierte ebenfalls gekonnt den Rest der Veranstaltung.

 

Für Hansi gab es im Lauf des Nachmittags Extremstress auf der Bühne. Dort rüstete man auf für das Abendprogramm. Es gefiel den Technikern wohl nicht, dass unsere Veranstaltung nebenbei lief und wir die Bühne für die Moderation brauchten, und entsprechend bemeckerten sie das. Hansi musste sich persönlich und via Handy einiges bieten lassen, so dass er Schwierigkeiten hatte Ruhe zu bewahren. Aber er schaffte es, und nachdem auch die Platzwartin sich für uns einsetzte, konnten wir unser Programm konstant durchziehen.

Größtenteils blieb es während der Veranstaltung trocken; aber die Quickborner hatten richtiges Pech.  Sie bekamen einen gewaltigen Schauer ab und mussten abrücken. Die übrigen Vereine blieben relativ trocken.

Hansis Stress auf der Bühne steigerte sich vor dem Finale noch, als festgestellt wurde, dass wir überziehen mussten. Nun verlangte man gar, dass die Veranstaltung abgebrochen wird. Nach ein paar deutlichen Worten von Hansi und Tina kehrte aber endlich Ruhe ein und man ließ uns die Veranstaltung in Ruhe zu Ende bringen. Immerhin war es nicht unsere Schuld, dass wir später anfangen mussten, und eine halbe Stunde ist nicht zuviel Überziehung für eine solche Veranstaltung.


Um 18:30 Uhr marschierten wir also vom Platz. Die Abschlussparade wurde abgekürzt, um keinen weiteren Stress am Theater ausgeliefert zu sein. Polizeigeleit war sowieso nicht vorhanden, und so marschierten wir auf eigene Faust am Rathaus vorbei direkt zum Stadtseegelände, wobei unsere Mitarbeiter die Parade vor dem Autoverkehr sichern mussten.  Die Musikzüge erhielten an unserem Zelt wie immer alkoholfreie Getränke zum Abschluss und die beiden Schalmaienorchester gaben ein kleines Abschlusskonzert. Als sich die Tagesgäste nach und nach verabschiedeten, gab es trotz des Wetters einige positive Rückmeldungen. Das Musikkorps Rendsburg konnte sich über ein paar Gegeneinladungen freuen. 


Nun freuten wir uns auf das Abendbrot. Aber, was war das? Die Schweden waren weg, und uns fiel ein, dass sie auch beim Finale und der Abschlussparade nicht mehr dabei gewesen waren. In der Unterkunft fanden wir dann lediglich ihr Gepäck, von den Musikern keine Spur. Auch beim anstehenden Abendessen trudelten sie nicht ein, und wir erfuhren in der Eiderkaserne, dass sie vorzeitig gegessen hatten. Waren sie etwa sauer, weil Tina auf dem Platz keine Zeit für sie hatte? Oh je, haben wir gegrübelt. Aber dann ging plötzlich Tinas Handy. Sie wurde im Stadtseegelände gesucht, weil es Verständigungsprobleme gab. Tinas Füße lebten zwar gar nicht mehr; aber sie machte sich schnell auf den Weg, um zu sehen, was los ist.

Da standen unsere schwedischen Gäste mit Instrumenten und wollten ein Konzert in unserem Zelt geben. Verständlich, wenn man bedenkt, wie wenig doch 10 Minuten musikalischer Einsatz auf dem Schiffbrückenplatz gegen die 7-stündige Anreise und ein Wochenende auf eigene Kosten ist.  Tische und Bänke waren flugs beiseite geräumt und die Beschallungsanlage wurde aufgebaut. Was die Schweden uns in der nachfolgenden Stunde boten, war Big Band Sound vom Feinsten, mit allem drum und dran. Die Sängerin, Linda, wurde dabei besonders bewundert. Obwohl es bei uns nur Kaffee und Alkoholfreies gab, wurden der Platz und die Pavillone auf die Schnelle mit Publikum gefüllt. Es gab keinen freien Platz mehr.


Nach dem Konzert konnten wir anfangen die Stände zu schließen. Der Abend klang dann in der Unterkunft aus; aber auch nicht ganz ohne Stress. Anwohner hatten die Polizei gerufen, weil es an der Schule geklirrt hatte, als ob Fenster zerschlagen wurden. Die rückte mit großem Aufgebot an, und Tina kam gerade dazu, als eine Gruppe der Schweden, die ja kaum deutsch sprachen, von mehreren Polizisten aus drei Streifenwagen umzingelt wurden. Sie rettete die Situation, und fungierte als Dolmetscher, beruhigte Polizei und Schweden. Dann wurde festgestellt, dass nur die Mülltonne vor der Sporthalle ausgehakt und auf den Boden gefallen war. Dabei gingen ein paar leere Flaschen zu Bruch. Was für´n Schreck in der Abendstunde; aber auch eine tolle Reaktion der Polizei. Sie war schnell zur Stelle und griff durch. Die schwedischen Leiter, die drauf zu kamen fragten aber, warum die Polizei in Deutschland so schlecht als Polizei zu erkennen ist.

Gegen 2:00 Uhr dankte Tina ab, weil sie einfach k. o. war. Manni übernahm ihre Nachtwache. Tina war Sonntag froh darüber; denn es war eine wohl lebhafte Nacht mit nur 1,5 Stunden Schlaf. Einige Mitglieder vom Fanfarenzug Salzgitter waren auch recht sauer darüber. 

Auf dem Flur wurde wohl bis morgens um drei laut geschwatzt und gesungen, so dass man in den Klassen nicht schlafen konnte. Als dann endlich Ruhe war, und man gerade einigermaßen schlief, wurden leise alle Klassenräume geöffnet. Dann machte es ein paar mal "Klick" und die Engelholm Marchingband legte in voller Lautstärke los. Es war gerade mal  4:25 Uhr, und es soll geklungen haben, als ob ein Panzer das Haus überrollt. Naja, die jugendlichen Schweden rächten sich ja nur für das unsanfte Wecken am Vortag. Wir erklärten unseren Musikfreunden aus Salzgitter, was am Tag zuvor den Schweden passiert war, und dann waren sie auch wieder fröhlich wie immer; aber kaputt. Nun gut, ganz fair war es nicht, man hätte auch später wecken können; aber so ist die Jugend nun mal. Unsere Jugendlichen würden das auch bringen.

Nach dem Frühstück am Sonntag wurde die Halle geräumt und die Schweden reisten ab. Werder/Havel und die Rathenower Optis zogen noch mit Musik durch die Stadt, um beim Kinderflohmarkt auf dem Schiffbrückenplatz ein Konzert zu geben. Leider war dort unverhofft moderiertes Programm, so dass Frau Thate uns bremste. Aber wir disponierten schnell um und zogen weiter zu unserem Infozelt. Mittlerweile war die Kirchenzeit ja vorbei, und so hatten wir auch mal ein Frühschoppenkonzert beim Musikkorps Rendsburg, und konnten ein paar Kaffee und Sprudel extra verkaufen zu Gunsten unserer Jugendarbeit.

Nach dem Mittagessen reisten auch die letzten Gäste ab und wir machten uns daran die Schule wieder schultauglich herzurichten. Dazu gekommen waren unsere Kinder und Jugendlichen. Wir konnten gar nicht so schnell gucken, wie die Schule aufgeräumt war und die Möbel an ihrem Platz standen. Lediglich drei Müllsäcke zeugten davon, dass Gäste da gewesen sind. Der Hausmeister zeigte sich begeistert, und so konnten wir den Rendsburger-Herbst-Teil "4. Klingende Herbstparade" um 14:00 Uhr abhaken.  Den Nachmittag verbrachten wir größtenteils am Stand, wo wir um 15:00 Uhr noch ein einstündiges Konzert für unsere Fans gaben. Durch das Musikfest und die Zugbetreuung kommen unsere eigenen Präsentationen zum Rendsburger Herbst ja viel zu kurz. Aber unser Konzert zog  viele fremde Zuschauer an, so dass es trotz aller Strapazen der Vortage Spaß machte.

Der Rest des Tages lief an den Mitarbeitern vorbei.  Nur das Verkaufspersonal und ein paar Helfer waren noch emsig am Wirken. Als wir sahen, dass gegen sechs Uhr schon viele Vereine im Stadtseegelände abgebaut hatten und wir allein auf weiter Flur waren, bauten auch wir gegen 19:30 Uhr ab. Wieder kamen unsere Kiddies dazu und packten mit an. Wir konnten uns dadurch sogar in aller Ruhe das Feuerwerk am Obereiderhafen, von dem wir seit einigen Jahren nichts mehr hatten, seitdem es aus dem Stadtseegelände verlegt wurde. Allerdings hatten wir uns mehr davon versprochen.

Wir vermissten am Obereider die kuschelige Atmosphäre. Das Feuerwerk war zwar todschick; aber die Leute standen nicht so dicht an dicht wie im Stadtseegelände, es war daher kühl. Die früher üblichen "Ahs" und "Ohs" der Zuschauer waren nur ein oder zweimal wage zu vernehmen.  Auch geklatscht wurde kaum. Hinterher gingen wir zurück und bauten die Reste unserer Zelte ab. Zum ersten Mal in unserer Vereinsgeschichte war der Rendsburger Herbst noch am Sonntag für uns vorbei.

Ein hartes aber auch schönes Wochenende liegt hinter uns. Ein Jahr Organisation mit monatlichen Sitzungen ist abgeschlossen. Nun bleibt uns nur die Erinnerung an eine schöne Veranstaltung, die wir mit Freuden für unsere Besucher, die Stadt Rendsburg und das RD-Marketing durchgeführt haben. Das Musikkorps Rendsburg war zwar federführend tätig; aber funktioniert hat die Klingende Herbstparade nur mit Menschen, die sich für die Sache einsetzten.

Aus diesem Grunde danken wir an dieser Stelle allen Beteiligten und insbesondere 

...den Musikzügen, für die Übernahme der Anreise- und Verpflegungskosten und für das Durchhaltevermögen bei Regenwetter, um Rendsburg zum Klingen zu bringen,

...dem Arbeitskreis Klingende Herbstparade für die Teilnahme an monatlichen Sitzungen, Abarbeiten der Checklisten und ihren Einsatz bei der Durchführung der Veranstaltung

...Herrn Bürgermeister Andreas Breitner für die Übernahme der Schirmherrschaft, sein persönliches Erscheinen und die Eröffnung der Veranstaltung

...dem Vorsitzenden des Deutschen Bundesverbandes und der Spielmannsvereinigung SH, Wolfgang Ziesmann, und dem Vorsitzenden des Musikerverbandes Schl.-Holst. Kreis RD-Eck, Thorsten Manthey für die Grußworte.

...Karl Meier und Sandra Folkers für die Moderation 

...der Stadt Rendsburg, in Personen: Frau Stäcker, Herrn Obersteller sowie den Hausmeistern des HeLaGymnasiums für die tatkräftige Unterstützung bei der Unterbringung unserer Gäste. Die Unterkunft war hervorragend, die auswärtigen Gäste zufrieden.

...der Eiderkaserne und der Jugendfeuerwehr Büdelsdorf für die personalentlastende Unterstützung bei der Durchführung

...den Radiosendern, dem Fernsehen und der Presse für die Ankündigung der Veranstaltung.

...der Platzwartin des Schiffbrückenplatzes, Brigitte Thate für Unterstützung

...unserem Publikum für den Applaus und das Durchhalten trotz wechselhaftem Wetter

...dem Landesvorstand Sachsen-Anhalt für den Überraschungsbesuch auf der Veranstaltung

...dem nicht mehr existierendem Förderkreis Rendsburg e. V. für die Unterstützung von Juni 2000 bis April 2003

... dem neugegründeten RD-Marketing als RD-Herbst-Veranstalter ab dem Jahr 2003

...und unseren eigenen großen und kleinen Musikern, freien Mitarbeitern im Musikkorps Rendsburg sowie den vielen Helfern vor und hinter den Kulissen für den Feuereifer, das Durchhaltevermögen und  den Teamgeist

Ob es weitere Klingende Herbstparaden geben wird, steht derzeit nicht fest. Das Musikkorps Rendsburg scheut keine Mühen dazu; aber es muss nun Rückmeldungen des RD-Marketing abwarten, weil das eine oder andere nicht zufriedenstellend funktioniert hat. Falls das RD - Marketing zustimmt, könnten wir im kommenden Jahr unser erstes kleines Jubiläum feiern,

5 Jahre Klingende Herbstparade in Rendsburg

Der Vorstand

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Der nachfolgende Bericht bezieht sich auf die im Jahr 2002 - zeitgleich zur
3. Klingenden Herbstparade - durchgeführten 1. int. offenen norddeutschen Meisterschaft.

Das

Musikkorps Rendsburg von 1988 e. V. 

lud in Zusammenarbeit 
mit dem Förderkreis Rendsburg e. V. ein zur

1. international offenen Norddeutschen Meisterschaft
in Konzert-, Marsch- und Showklassen
für Junioren- und Seniorenmusikvereine

unter der Schirmherrschaft von

Heide Simonis,
Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-Holstein

und 3. Klingenden Herbstparade
 vom 30.08.-01.09.2002

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Nach fast 1 ½-jähriger Vorbereitungsarbeiten führte das Musikkorps Rendsburg während des 28. Rendsburger Herbstes in der Innenstadt von Rendsburg die 1. international offene Norddeutsche Meisterschaft durch.  Einundzwanzig von zuvor neun-undzwanzig angemeldeten Musikzügen aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Schles-wig-Holstein, Dänemark und Schweden gaben sich in Rendsburg ein Stelldichein, um sich bewerten zu lassen oder um sich an der 3. Klingenden Herbstparade musikalisch zu beteiligen, ohne sich werten zu lassen. Für das Musikkorps Rendsburg, aber auch die Stadt Rendsburg, war es die erste Spielleute-Veranstaltung in dieser Größenordnung.

Noch während die Aufbauarbeiten an den Wertungsplätzen im Herderschulgymnasium am Freitag, den 30.08.02 liefen, empfing das Musikkorps Rendsburg zwischen 17:00 und 23:30 Uhr die ersten 300 Übernachtungsgäste aus Werder/Havel, Rathenow,  Barth, Aalborg, Apenrade und aus  Kristianstad Schweden.

Während der Vorbereitungsarbeiten musste die Organisationsleitung, Christina und Hans-Jürgen Klink ihre Mitarbeiter allein lassen; denn im Obereiderhafen wurde der 28. Rendsburger Herbst offiziell eröffnet, und in Vertretung für die Ministerpräsidentin Heide Simonis hatte sich der

Innenminister des Landes Schleswig-Holstein
Klaus Buss

angekündigt. Es mussten also Vertreter vom Musikkorps Rendsburg dort sein. In seinem Grußwort berichtete der Innenminister vom Entstehen der Spielleutebewegung und sprach dem Musikkorps Rendsburg im Namen des Landes Schleswig-Holstein seine Anerkennung für die Organisation der Meisterschaft aus. Nach der Eröffnung des Rendsburger Herbstes ging es für die Gäste der Eröffnung gemeinsam zu Fuß zum Stadtseegelände. Hier mussten sich Hans-Jürgen und Christina Klink allerdings verabschieden; denn es wartete ja noch viel Arbeit in der Schule und den Infozelten auf sie.

Am Sonnabend, d. 31.08.2002 reisten weitere Übernachtungsgäste aus Knesebeck, Salzgitter, Jübeck und nochmals Rathenow an. Insgesamt waren nun über 500 Teilnehmer Tag und Nacht vom Musikkorps Rendsburg zu betreuen und zu beköstigen, dazu kamen noch rund 200 Tagesgäste aus Quickborn, Schleswig, Eckernförde, Nortorf, Büdelsdorf, Rendsburg sowie aus Hattstedt. Nur gut, dass die dänische Minderheit, der Sydslesvig Forening, dem Musikkorps Rendsburg Personal und Unterkünfte bereitstellte, während die Eiderkaserne die komplette Verpflegung, Parkplätze und ebenfalls Unterkünfte zur Verfügung stellte. Während des Nachmittagprogramms gesellte sich für die Betreuung der Gäste auch noch die Jugendfeuerwehr Büdelsdorf mit rund 20 Personen in die Personalreihen ein.  Ohne die Unterstützung dieser Institutionen hätte das Musikkorps Rendsburg mit seinen 80 Mitgliedern, von denen die Hälfte noch minderjährig oder bereits im Rentenalter sind,  die Veranstaltung sicher nicht so gut bewältigen können.

Die Konzert- und Marschwertungen fanden am Samstag und Sonntag in der Aula, in der Sporthalle und auf dem Sportplatz des Herderschulgymnasiums zwischen 8:30 und 12:00 Uhr statt, während die Showwertungen nachmittags nach zwei geschlossenen Paraden durch die Innenstadt mit allen über 600 Teilnehmern auf dem Schiffbrückenplatz durchgeführt wurden. Gewertet wurden Konzertklassen in fünf verschiedenen Instrumentierungsklassen, Präzisionsmarsch und Show/Tattoo, für Junioren und Senioren getrennt. Die Juroren aus Niedersachsen, Bayern und Sachsen-Anhalt verfügten über professionelle musikalische Kompetenzen in Form von Hochschulstudium, Staatsexamen und/oder ähnlichem, eigener Orchestererfahrungen sowie ausgiebiger Juryerfahrungen auf Bundesebene.   Zusätzlich zu den Wertungen und Präsentationen in der Schule und auf dem Festplatz strömten die Musikzüge aus, um die Marktplätze zum gleichzeitig stattfindenden Herbstfest ebenfalls mit ihrer Musik zu beleben. 

Am Sonnabend gab die Stadt Rendsburg einen Empfang für die Musikzüge aus den Partnerstädten von Rendsburg Rathenow, Aalborg und Kristianstad. Die Eröffnungszeremonien der beiden Wertungstage fanden gegen 14:30 Uhr  auf dem Schiffbrücken-platz statt. Sie wurden festlich untermalt von Grußworten des rendsburger Bürgermeisters Rolf Teucher und Wolfgang Ziesmann, dem Präsidenten des Deutschen Bundesverbandes für Spielmanns-, Fanfaren-, Hörner- und Musikzüge e. V. sowie der Spielmannsvereinigung Schleswig-Holstein. Die Landeshymnen wurden eindrucksvoll vom Fanfarenorchester Magdeburg, der Sönderjysken Garde Dänemark und vom Musikkorps Kristianstad Schweden live gespielt. 

Während der Vormittage  boten die Kinder und Jugendlichen des Musikkorps Rendsburg e. V.  im Eingangsbereich Spiele für die Kinder an, während es ein Stück weiter zur Stärkung belegte Brötchen und alkoholfreie Getränke gab. Im Stadtseegelände wartete das Musikkorps Rendsburg darüber hinaus mit einem Informationszelt für die Meisterschaft sowie einem Kaffeezelt auf, und überall hatten die Kinder des Vereins Girlanden mit dem Meisterschafts- und Vereinslogo, Willkommen-Schilder, Window-Colours und Plakate aufgehängt, die sie in den Wochen zuvor in den Sommerferien selbst gebastelt hatten.  Der Schiffbrückenplatz brauchte  dagegen keinen Schmuck. Sein besonderes Flair, die historische Kulisse und die Nähe zum Publikum, wurde von den Teilnehmern sehr gelobt. Während der Meisterschaft gab es ohnehin nur eine Anregung/Kritik, nämlich die geringe Größe des Schiffbrückenplatzes für Showwertungen.  Im Nachfolgenden Gespräch wurde diese Kritik aber zur Anregung:  Man solle künftig in keinem Fall die Showwertungen auf den Sportplatz verlegen, sondern lieber den showmarschierenden Musikzügen die Größe des Schiffbrückenplatzes vorab mitteilen, damit sie sich darauf vorbereiten können. 

Am Sonntag gegen 16:30 Uhr fand dann die Siegerehrung ebenfalls auf dem Schifbrückenplatz statt. Die Hauptgewinner waren auch in Rendsburg die dänischen Teilnehmer. Die Kinder und Jugendlichen der Aalborg Garde erhielten von der Jury in fünf gemeldeten Startklassen Traumnoten, die nur wenig hinter der Höchstnote 0,50 lagen. Damit holten sie 5 Meistertitel für Junioren nach Dänemark, während die Sönderjyske Garde nur einen Meistertitel erhaschen konnte. Nach Aussagen der Juroren überzeugten die dänischen Kinder durch Ungezwungenheit, Frische und sagenhafte Beherrschung der Instrumente. Nicht einmal beim Showmarschieren waren musikalische Einbußen zu verzeichnen. Solche Darbietungen höre und sehe man nicht einmal auf Deutschen Meisterschaften. Folgende Titel gingen nach Dänemark:

Norddeutscher Meister international freie Klasse C Percussion Junioren  Aalborg Garden (0,60) 
Norddeutscher Meister international Blechbläser mit Ventilen Junioren  Aalborg Garden (0,63)
Norddeutscher Meister international freie Klasse A gemischt Junioren  Aalborg Garden (0,65)
Norddeutscher Meister international Orchester/Bigband Junioren  Den Sönderjyske Garde (0,65)
Norddeutscher Meister international Show/Tattoo Junioren   Aalborg Garden (0,76)
Norddeutscher Meister international Spielmannszug Junioren   Aalborg Garden (0,93)

 Die Noten der deutschen Mitbewerber fielen bei weitem nicht so gut aus. Sie lagen zwischen 1,08 und 2,60 und entsprachen ziemlich dem Bundesdurchschnitt der deutschen Vereine.

Damit blieben auch immerhin noch 5 Meistertitel in Deutschland, davon zwei im kleinen Schleswig-Holstein:

Norddeutscher Meister international Spielmannszug Senioren  SZ des Jägercorps Knesebeck (1,08)
Norddeutscher Meister international Marsch Senioren   SZ des Jägercorps Knesebeck (1,10)
Norddeutscher Meister international Showmarsch Senioren  Spielmannszug Hattstedt (1,23) 
Norddeutscher Meister international  Blechbläser mit Ventile Senioren Fanfarenzug der Ffw. Salzgitter (1,23)
Norddeutscher Meister international Klasse A gemischt  Jugend SZ und FZ Quickborn (1,33)

Für die Teilnehmer tröstend war dann außerdem, dass sie auch ohne Titelgewinn wenigstens noch einen Goldgewinn mitnehmen konnten. Bis zur Note „1,50 = sehr gut“  sah das Reglement Gold vor, ab der Note „1,51 = gut“  Silber und ab „2,51 = befriedigend Bronze“. Für Leistungen ab 3,51 hätte es nur noch eine Teilnehmerurkunde gegeben. 

Sehr gut - Gold  C Percussion Junioren  Den Sönderjyske Garde  (0,80)
Sehr gut – Gold  Show – Tattoo Junioren  Den Sönderjyske Garde (1,10)
Sehr gut - Gold  Marsch Senioren    Musikkorps der Territorialverteidigung Kristianstad (S) (1,23)
Sehr gut – Gold   Marsch Senioren   SZ  Hattstedt  (1,24)
Sehr gut – Gold   Spielmannszug Junioren   Nortorfer Spielergarde (1,23)
Gut – Silber  Marsch Junioren   Den Sönderjyske Garde Dänemark (1,51)
Gut – Silber  Spielmannszug Junioren  SZ Werder/Havel (1,53)
Gut – Silber  Naturtoninstrumente Senioren Jugend SZ und FZ Quickborn (1,58)
Gut – Silber  Blasorchester Junioren  Fanfarenzug Salzgitter (1,58)
Gut – Silber  Marsch Senioren   SZ des SV Motor Barth (1,61)
Gut – Silber  Spielmannszug Junioren  SZ „Rathenower Stadtspatzen“ (1,73)
Gut – Silber  Spielmannszug Junioren  Rendsburger Stadtgarde (1,78)
Gut – Silber  Freie Klasse A gemischt  Fanfarencorps FT Eider Büdelsdorf (1,78)
Gut – Silber  Marsch Junioren   SZ Werder/Havel (1,88)
Gut – Silber  Marsch Junioren   SZ „Rathenower Stadtspatzen“ (2,03)
Gut – Silber  Spielmannszug Junioren  SZ Hattstedt Silber (2,08)
Gut – Silber  Spielmannszug Senioren  SZ des SV Motor Barth (2,38)
Befriedigend – Bronze  Spielmannszug Senioren  SFZ Jübeck im ADAC  (2,60)

Mit den vielen sehr guten und guten Benotungen bescheinigten die Juroren der 1. international offenen Norddeutschen Meisterschaft ein hohes musikalisches Niveau. Aber auch das Publikum und die vielen Skeptiker in Rendsburg staunten nicht schlecht über die Leistungsfähigkeit der Spielleute.  Dementsprechend wurde die Veranstaltung mit reichlich Applaus honoriert. 

Die Urkunden und Pokale wurden am Ende der Veranstaltung von Hans-Jürgen Klink, dem Vorsitzenden des Musikkorps Rendsburg, und von

Axel Bornhöft,
dem Sprecher des Förderkreis Rendsburg,

überreicht; denn die Meisterschaft war eine Gemeinschaftsaktion der beiden Vereine. Darüber hinaus kam zur Siegerehrung auch der Vorsitzende des Musikerverbandes Kreis Rendsburg-Eckernförde, Thorsten Manthey. Er zeichnete nach der Siegerehrung die musikalische Leiterin des Musikkorps Rendsburg, Christina Klink, mit der Urkunde und der goldenen Ehrennadel des Musikerverbandes Schleswig-Holstein aus für 30-jährige Treue.  


Am Ende der Veranstaltung waren wohl alle Akteure ziemlich erschöpft; aber viele der Teilnehmer wollen auch beim nächsten Mal wieder dabei sein, wenn das Musikkorps Rendsburg zur 2.  international offenen Norddeutschen Meisterschaft in Rendsburg einlädt. Wann das sein wird, ist derzeit noch nicht festgelegt.

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